Didierwerk Duisburg.
Demontage von 12.000 m² asbesthaltigem Eternit an der Fassade des Industriestandorts Duisburg, vollständig dokumentiert, termingerecht übergeben.
- Auftraggeber
- Didierwerk Duisburg
- Standort
- Duisburg, NRW
- Jahr
- 2019
- Umfang
- 12.000 m² Fassade
Aufgabe
Großfläche Asbestzement-Fassade
Am Industriestandort Duisburg waren sämtliche Außenfassaden der Produktionshallen mit asbesthaltigem Asbestzement (Eternit) verkleidet. Insgesamt 12.000 m² Fassadenfläche mussten regelkonform demontiert, verpackt und entsorgt werden.
Die Besonderheit: Teile des Gebäudes standen noch im Betrieb und mussten während der Sanierungsarbeiten vor Kontamination geschützt werden.
Durchführung
Abschnittsweise Demontage
- Flächenbegehung und Schadstoffkartierung der Gesamtfassade
- Fassadengerüst mit Volleinhausung für die Sanierungsbereiche
- Demontage in sechs Bauabschnitten, Gesamtdauer 14 Wochen
- Asbestzement-Platten in Big-Bags, deklariert und dokumentiert
- Entsorgung nach AVV 17 06 01* (asbesthaltig)
- Begleitende Luftmessung nach TRGS 519
- Freimessprotokoll und vollständige Entsorgungsnachweise
Ergebnis
14 Wochen: 12.000 m²: null Beanstandungen
Die gesamte Fassadensanierung wurde in 14 Wochen abgeschlossen. Behördenabnahme und Übergabedokumentation erfolgten ohne Beanstandung. Der noch in Betrieb befindliche Gebäudeteil blieb während der gesamten Maßnahme kontaminationsfrei.
Standort
Der Standort Duisburg-Hochfeld
Die Wurzeln der Didier-Werke reichen bis 1834 zurück. 1865 gründeten Friedrich Didier und Wilhelm Kornhardt die Stettiner Chamottefabrik F. Didier. Bis Ende 1930 gehörten dem Unternehmen 23 Feuerfestwerke im Deutschen Reich, 1932 entstand daraus die Didier-Werke AG.
1995 wurde die seit 1872 börsennotierte Didier-Werke AG mehrheitlich von der RHI AG aus Wien übernommen. 2013 wurde der Betrieb im Duisburger Werk in Hochfeld eingestellt, 122 Beschäftigte verloren ihre Arbeit.
Feuerfestproduktion bedeutet Brennöfen, Trockner und Wärmeabschirmung über Jahrzehnte. Zusätzlich zu den asbesthaltigen Werkstoffen in der Anlagentechnik sind Hallenhüllen dieser Bauzeit typischerweise mit Asbestzementplatten verkleidet. Bei einem stillgelegten Werk kommt hinzu, dass die Reihenfolge über das wirtschaftliche Ergebnis entscheidet: Nur sauber demontierter Stahl ist ein Wertstoff mit Erlös, Stahl mit anhaftender asbesthaltiger Verkleidung ist gefährlicher Abfall.
Quellen zum Standort
Die Angaben auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Regelwerke im Original. Rechtsstand jeweils bei den Herausgebern.
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