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Heraeus Quarzwerk Hanau.

Komplette Asbestsanierung in einem aktiven Quarzwerk, Demontage asbesthaltiger Bauteile, Schutz der Produktion und behördensichere Übergabe.

Auftraggeber
Heraeus
Standort
Hanau, Hessen
Jahr
2022
Verfahren
TRGS 519

Aufgabe

Sanierung im laufenden Quarzwerk

Die Anlage in Hanau musste während der laufenden Quarz­produktion saniert werden. Bauteile mit asbesthaltigem Material, Isolierungen, Dichtungen, Flansche, waren über Jahre gewachsen und mussten fachgerecht entfernt werden, ohne dass die Werks­produktion stillstand.

Lösung

Vorgehen in vier Phasen

  1. 01

    Bestandsaufnahme & Probenahme, vollständige Schadstoff-Kartierung der Anlagenbereiche.

  2. 02

    Sanierungskonzept nach TRGS 519, Anzeige nach §15 GefStoffV, Abstimmung mit Werksleitung & Werks­feuerwehr.

  3. 03

    Schwarz-Weiß-Anlage, Unterdruck-Schutzbereich, Demontage durch zertifiziertes Team, bereichsweise, ohne Produktionsstopp.

  4. 04

    Freimessung, Entsorgungsnachweis, Übergabe an die Werksleitung.

Ergebnis

Beanstandungs­frei übergeben

Die Sanierung wurde im geplanten Zeitfenster, ohne Produktions­unterbrechung und ohne Beanstandungen abgeschlossen. Vollständige Übergabe­dokumentation an die Heraeus-Werksleitung.

„Absolut zuverlässige Abwicklung, die Sanierung lief parallel zum laufenden Betrieb ohne Störungen."
Thomas Weber · Projektleiter Heraeus Werk Hanau

Standort

Der Standort Hanau

Die Heraeus Quarzglas GmbH wurde am 3. April 1912 gegründet, eingetragen beim Amtsgericht Hanau. Die erste deutsche Quarzschmelze produzierte zunächst in Griesheim bei Frankfurt, weil die zum Schmelzen benötigten Gase Sauerstoff und Wasserstoff dort direkt von Griesheim-Elektron bezogen werden konnten.

Heute ist Hanau der zentrale Standort einer der weltweit größten integrierten Quarzschmelzen. Das Unternehmen ist an Standorten in Hanau, Kleinostheim und Bitterfeld sowie in den USA, China und England mit über 1.400 Beschäftigten tätig.

Quarzglas wird bei Temperaturen weit oberhalb von 1.700 Grad erschmolzen. In Anlagen dieser Art wurden bis zum Verwendungsverbot 1993 systematisch asbesthaltige Werkstoffe eingesetzt: Ofenauskleidungen, Wärmeabschirmungen, Dichtungen an Flanschen und Schauklappen, Isolierschnüre und Asbestpappen. Der Fund ist damit nicht die Ausnahme, sondern der zu erwartende Regelfall.

Quellen zum Standort

Die Angaben auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Regelwerke im Original. Rechtsstand jeweils bei den Herausgebern.

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