Zeche Ibbenbüren.
Schadstoffsanierung auf der Zeche Ibbenbüren, 22.000 m² asbestzementhaltiger Dachflächen, regelkonform demontiert und vollständig dokumentiert.
- Auftraggeber
- Bergwerk Ibbenbüren
- Standort
- Ibbenbüren, NRW
- Jahr
- 2020
- Umfang
- 22.000 m² Dachfläche
Aufgabe
Dachsanierung im Industriemaßstab
Auf dem Gelände der Zeche Ibbenbüren waren die Dächer der Schacht- und Betriebsgebäude mit asbesthaltigem Asbestzement (Wellplatten) gedeckt. Die Gesamtfläche von 22.000 m² musste vollständig demontiert und entsorgt werden, bei laufendem Betrieb des Bergwerks.
Durchführung
Dachsanierung in Etappen
- Bestandsaufnahme und Schadstoffkartierung der Dachflächen
- Errichtung Schutzgerüste und Einhausungen an allen Gebäuden
- Demontage Asbestzement-Wellplatten abschnittsweise
- Verpackung in gesicherte Big-Bags gemäß TRGS 519
- Entsorgung als gefährlicher Abfall, lückenloser Begleitschein
- Freimessung und Dokumentationsübergabe je Bauabschnitt
Ergebnis
22.000 m²: sauber dokumentiert
Alle Dachflächen wurden termingerecht und ohne Beanstandung saniert. Die lückenlose Entsorgungsdokumentation wurde dem Auftraggeber übergeben. Der laufende Bergwerksbetrieb wurde zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt.
Standort
Der Standort nach der Stilllegung
Das Bergwerk Ibbenbüren förderte bis Dezember 2018. Im letzten Betriebsjahr wurden noch rund 816.000 Tonnen hochwertiger Anthrazit gefördert, danach stellte die RAG Anthrazit Ibbenbüren die Förderung ein. Die letzte Schachtverfüllung war im März 2021 abgeschlossen.
Das übertägige Betriebsgelände umfasst rund 73 Hektar und wird für eine Nachnutzung als Gewerbe-, Dienstleistungs- und Industriefläche freigemacht. Im Rahmen des Abschlussbetriebsplans werden Werkstatthallen zurückgebaut, während eine der Hallen 2018 unter Denkmalschutz gestellt wurde und für sie Alternativnutzungen geprüft werden.
Industriedächer dieser Generation sind fast durchgängig mit Asbestzement-Wellplatten eingedeckt. Bei einer Fläche im Zehntausender-Quadratmeterbereich entscheidet nicht die Demontageleistung über den Terminplan, sondern die Abschnittsbildung, die Kranlogistik und die Frage, ob das Gebäude in jedem Bauzustand dicht bleibt. Hinzu kommt eine Position, die regelmäßig vergessen wird: In Rinnen und Kehlen sammelt sich über Jahrzehnte abgewitterter Asbestzement als faserhaltiger Schlamm.
Quellen zum Standort
Die Angaben auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Regelwerke im Original. Rechtsstand jeweils bei den Herausgebern.
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