Zum Inhalt springen

Asbestsanierung in NRW und im Ruhrgebiet: Industriebestand als Sonderfall

In NRW steht der größte Industriebestand des Landes. Damit auch die größte Konzentration an Asbest in Anlagentechnik.

Themenfeld
Regionen
Veröffentlicht
30. Mai 2026
Lesezeit
2 Minuten

Nordrhein-Westfalen ist für Schadstoffsanierung ein Sonderfall, weil hier zwei Bestände zusammenkommen: die Schwerindustrie und Energieerzeugung des Ruhrgebiets und der Chemiegürtel am Rhein. Beide bestehen zu großen Teilen aus Anlagen, die vor 1993 errichtet wurden.

Warum der Industriebestand anders ist

  • Asbest sitzt in der Anlagentechnik, nicht nur im Gebäude
  • Bauteile sind über Jahrzehnte mehrfach ergänzt und überbaut
  • Anlagen laufen, Stillstände sind selten und kurz
  • Werksregime mit Erlaubnisverfahren gilt zusätzlich zum Baurecht
  • Mengen liegen bei Kilometern und Zehntausenden Quadratmetern

Zuständigkeit

Die Arbeitsschutzverwaltung liegt bei den Bezirksregierungen. Für die Anzeige von Asbestarbeiten ist die Bezirksregierung des jeweiligen Regierungsbezirks zuständig: Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold oder Arnsberg. Bei überregionalen Projekten mit mehreren Standorten bedeutet das mehrere Anzeigen bei verschiedenen Behörden, was in der Terminplanung berücksichtigt werden muss.

Deponiesituation

NRW verfügt über eine im Bundesvergleich gute Dichte an Deponien mit Zulassung für asbesthaltige Abfälle. Das senkt die Transportkosten, die bei gefährlichen Abfällen einen erheblichen Anteil ausmachen. Bei großen Mengen, etwa Dachsanierungen über mehrere Zehntausend Quadratmeter, ist die Deponiekapazität dennoch ein Planungsfaktor: Sie muss für den Zeitraum der Maßnahme gesichert sein.

Referenzen aus der Region

Zu den regionalen Projekten gehören eine Dachsanierung über 22.000 Quadratmeter an der Zeche Ibbenbüren, 12 Kilometer asbesthaltiger Fensterkitt bei Speira Aluminium in Grevenbroich und die Demontage von 12.000 Quadratmetern Eternitplatten am Didierwerk in Duisburg. Alle drei sind Beispiele dafür, dass im Industriebestand nicht die Bauteilart das Projekt bestimmt, sondern die Menge und die Zugänglichkeit.

Häufige Fragen

  • /01Welche Behörde ist in NRW für Asbestanzeigen zuständig?
    Die Bezirksregierung des jeweiligen Regierungsbezirks in ihrer Funktion als Arbeitsschutzverwaltung: Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold oder Arnsberg.
  • /02Gibt es in NRW genug Deponiekapazität für Asbest?
    Die Dichte zugelassener Deponien ist im Bundesvergleich gut. Bei großen Mengen sollte die Kapazität für den Zeitraum der Maßnahme dennoch vorab gesichert werden.
  • /03Arbeiten Sie im gesamten Ruhrgebiet?
    Ja, mit Sitz in Duisburg und Projekten im gesamten Ruhrgebiet, am Niederrhein und im Rheinland, darüber hinaus bundesweit in acht Bundesländern.

ProjektprüfungAntwort in 24 h

Gilt das auch für Ihr Objekt?

Schicken Sie Objekt, Schadstoffverdacht, Flächen und Zeitrahmen. Sie erhalten eine fachliche Ersteinschätzung.