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BT 33.6 gegen konventionelle Sanierung: Bauzeit, Kosten, Bewohnbarkeit

Der Vergleich entscheidet sich selten am Quadratmeterpreis. Er entscheidet sich an Umzug, Mietausfall und der Frage, ob der Estrich bleibt.

Themenfeld
BT 33.6 & emissionsarme Verfahren
Veröffentlicht
19. Mai 2026
Lesezeit
2 Minuten

Wer zwei Angebote für dieselbe Schwarzkleber-Sanierung vergleicht, vergleicht oft zwei völlig verschiedene Projekte. Das emissionsarme Verfahren und die konventionelle Sanierung mit Vollabschottung unterscheiden sich nicht nur im Preis pro Quadratmeter, sondern in allem, was daran hängt.

Direkter Vergleich

KriteriumEmissionsarmes VerfahrenKonventionell mit Vollabschottung
SchutztechnikAbgrenzung, Absaugung am WerkzeugSchwarz-Weiß-Anlage, Unterdruckhaltung
Aufbauzeitkurzerheblich, oft mehrere Tage
Bewohnbarkeitraumweise möglichWohnung meist nicht nutzbar
Estrichbleibt erhaltenhäufig Ausbau des Aufbaus
Trocknungszeit danachkeinebei neuem Estrich mehrere Wochen
Umzugskostenentfallen in der RegelErsatzunterbringung erforderlich
Mietausfallgeringüber die gesamte Bauzeit

Wo das emissionsarme Verfahren nicht trägt

  • nicht schleiffähiger Untergrund wie Holz, Spanplatte oder Gussasphalt
  • Kleber in Kombination mit weiteren Belastungen im Estrich
  • Bauteile außerhalb des Anwendungsbereichs des Verfahrens
  • wenn der Bodenaufbau ohnehin erneuert wird, etwa wegen Fußbodenheizung

Rechnen Sie die Nebenkosten mit

Bei einer Modernisierungstranche mit vierzig Wohnungen entscheidet nicht der Quadratmeterpreis, sondern die Summe aus Ersatzunterbringung, Mietausfall, Umzugslogistik und Bauzeit. Wenn Bewohner in der Wohnung bleiben können, fallen drei dieser vier Posten weitgehend weg. Das verschiebt den Vergleich deutlich, auch wenn der reine Sanierungspreis je Quadratmeter höher liegt.

Die Entscheidungsfragen in der richtigen Reihenfolge

  1. 01Ist der Untergrund schleiffähig und mineralisch? Wenn nein, ist die Frage entschieden.
  2. 02Muss der Bodenaufbau aus anderen Gründen ohnehin raus? Wenn ja, konventionell.
  3. 03Ist der Bestand bewohnt und sollen Bewohner bleiben? Dann emissionsarm prüfen.
  4. 04Ist der Bieter für das Verfahren berechtigt? Ohne Nachweis ist der Preis irrelevant.
  5. 05Was kosten Ersatzunterbringung und Mietausfall in Ihrem Bestand tatsächlich?

Häufige Fragen

  • /01Ist BT 33.6 teurer als konventionelle Sanierung?
    Pro Quadratmeter oft ja. In der Gesamtrechnung meist nein, weil Ersatzunterbringung, Mietausfall und der Wiederaufbau des Bodenaufbaus entfallen.
  • /02Bleibt der Estrich wirklich nutzbar?
    Ja, das ist der Kern des Verfahrens. Der Kleber wird vom Estrich abgetragen, der Estrich selbst bleibt. Nach der Freigabe kann direkt der neue Belag aufgebaut werden, ohne Trocknungszeit.
  • /03Können mehrere Wohnungen parallel saniert werden?
    Ja, das ist bei Modernisierungstranchen der Normalfall. Die Taktung richtet sich nach Verfügbarkeit von Maschinen, Personal und Freimessung.

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